Persönlicher Status und Werkzeuge

Der Lehrstuhl für Datenverarbeitung

Der Lehrstuhl für Datenverarbeitung wurde vor über 40 Jahren gegründet. Die Gründung dieses Instituts fällt in eine Zeit, als sich die Bedeutung der Rechnertechnik und Datenverarbeitung in der Elektrotechnik abzeichnete. Die Gründung des Instituts stand in der Ausstrahlung der PERM (Programmgesteuerte Elektrische Rechenanlage München), deren Hardware in der Elektrotechnik von Hans Piloty an seinem Lehrstuhl für „Nachrichtentechnik und Messtechnik“ und deren Software von Robert Sauer, Ordinarius für höhere Mathematik und Analytische Mechanik, in den Jahren 1952 bis 1956 entwickelt worden war. Die Nachrichtentechnik mit Prof. Hans Marko als Berufungsausschussvorsitzender hat schließlich zur Geburt des Lehrstuhls für Datenverarbeitung beigetragen.

Als Erstberufener führte Professor Dr.-Ing. Theodor Einsele den Lehrstuhl von Beginn an bis 1988. Schwerpunkte setzt er in der Lehre mit der digitalen Schaltungstechnik, die auch damals die Rechnerarchitektur in ihrer Leistung bestimmte. In der Forschung entwickelte Professor Dr.-Ing. Einsele die Sprachsignalverarbeitung zu einem Schwerpunkt des Lehrstuhls.

1988 übernimmt Prof. Dr. techn. Joachim Swoboda  als Ordinarius den Lehrstuhl für Datenverarbeitung. Zu dieser Zeit ist die Informatikausbildung als Teil der Elektrotechnik praktische Realität geworden. Die Veranstaltung „Grundlagen der Informatik“ wird fester Bestandteil des Lehrangebots am Institut und neben der Mathematik und der Elektrotechnik dritte Säule in der Grundausbildung von Elektroingenieuren. In der Forschung richtet sich das Augenmerk auf die Sicherheit in informationstechnischen Systemen, wobei Chipkarten eine zentrale Rolle einnehmen. Sicherheit ist ebenfalls ein Teilthema des Netz- und Systemmanagements. Als weiteres Forschungsgebiet entwickelt sich seit dieser Zeit der Themenbereich „Computersysteme für Multimedia“.

In dieser Tradition führt Professor Dr.-Ing. Klaus Diepold den Lehrstuhl seit seiner Berufung zum Ordinarius im Jahre 2002. Mit den gewachsenen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Rechnersystemen und Netzen verschiebt sich der Fokus der Themen am Lehrstuhl in Richtung der Erforschung von Algorithmen zur optimierten Datenverarbeitung. Die Ergebnisse dieser Forschungsleistung fließen in zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte ein.